{"id":59,"date":"2017-10-08T16:14:01","date_gmt":"2017-10-08T14:14:01","guid":{"rendered":"http:\/\/bahnimbahnhof.at\/?page_id=59"},"modified":"2019-06-21T20:28:18","modified_gmt":"2019-06-21T18:28:18","slug":"mariazellerbahn","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bahnimbahnhof.at\/fr\/mariazellerbahn\/","title":{"rendered":"Mariazellerbahn"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Die elektrisch betriebene Schmalspurbahn St. P\u00f6lten &#8211; Mariazell &#8211; Gu\u00dfwerk f\u00fchrt durch das Pielachtal bis an den Fu\u00df jenes Bergwalles der Nieder\u00f6sterr. Voralpen heran, der vom \u00d6tscher zur Raxalpe streichend, die nat\u00fcrliche Grenze zwischen Nieder\u00f6sterreich und der Steiermark bildet, und \u00fcberwindet diesen Bergwall in k\u00fchner Linienf\u00fchrung. Auf ihrem Wege, besonders aber in jenem Teile desselben, wo die Strecke dem Berggebiete in harter Arbeit abgerungen werden mu\u00dfte, l\u00e4\u00dft sie den Reisenden nicht nur eine Anzahl k\u00fchner Kunstbauten, sondern auch eine Reihe pr\u00e4chtiger Landschaftsbilder schauen, und dieser Teil hat der Bahnstrecke auch den schm\u00fcckenden Beinamen &#8220;Nieder\u00f6sterreichisch-steirische Alpenbahn&#8221; eingetragen.<\/p><cite>Bundesbahnf\u00fchrer f\u00fcr Reise und Touristik, Hans Biendl &amp; Ludwig Sinek, Wien 1925<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Geschichte:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><td><strong>21. Nov. 1896<\/strong><\/td><td>Baubeginn der Strecke St. P\u00f6lten Hbf \u2013 Kirchberg\/Pielach unter Ing. Josef Fogowiz. Spurweite 760mm (Schmalspur).<\/td><\/tr><tr><td><strong>7. Juni 1898<\/strong><\/td><td>Erster Probezug in Kirchberg. Betrieb durch die N\u00d6LB (Nieder\u00f6sterreichische Landesbahnen).<\/td><\/tr><tr><td><strong>2. Juli 1898<br><\/strong><\/td><td>Er\u00f6ffnung des Teilst\u00fcckes St. P\u00f6lten Hbf &#8211; Kirchberg\/Pielach (31,3 km).<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><td>Als Dampflok kam die bew\u00e4hrte Reihe U (&#8220;U&#8221; f\u00fcr Unzmarkt\/Murtalbahn) von der Lokomotivfabrik Krauss\/Linz zum Einsatz (Reisegeschwindigkeit 25km\/h).<figure><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/bahnimbahnhof.at\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1900_Ansichtskarte_Bahnhof_Frankenfels.jpg\" alt=\"Dampfzug im Bahnhof Frankenfels, um 1900\" width=\"500\"><\/figure><\/td><\/tr><tr><td><strong>ab 1903<\/strong><\/td><td>Wegen der guten Auslastung f\u00fcr kleiner Z\u00fcge wurden zus\u00e4tzliche Dampftriebwagen der Firma Komarek eingesetzt (Erh\u00f6hung der Fahrgeschwindigkeit auf 30 km\/h<\/td><\/tr><tr><td><strong>1904<\/strong><\/td><td>Baubeginn des Abschnittes Kirchberg &#8211; Laubenbachm\u00fchle.<\/td><\/tr><tr><td><strong>5. Aug. 1905<\/strong><\/td><td>Er\u00f6ffnung dieses Streckenabschnittes (Gesamtl\u00e4nge knapp 50 km).<\/td><\/tr><tr><td><strong>&nbsp;M\u00e4rz 1905<\/strong><\/td><td>Der Bau der sogenannten &#8220;Bergstrecke&#8221; von Laubenbachm\u00fchle bis Gu\u00dfwerk (Stmk.) wurde in Angriff genommen.<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<strong>17. Dez. 1906<br><\/strong><\/td><td>Der erste G\u00fcterzug sollte in Mariazell eintreffen. Er kam jedoch infolge heftiger Schneef\u00e4lle nur bis Winterbach.<\/td><\/tr><tr><td><strong>&nbsp;19. Dez 1906<\/strong><\/td><td>Der erste Zug traf dann tats\u00e4chlich in Mariazell ein.<\/td><\/tr><tr><td><strong>&nbsp;15. Juli 1907<\/strong><\/td><td>Die Gesamtstrecke bis Gu\u00dfwerk wurde offiziell er\u00f6ffnet.<\/td><\/tr><tr><td><strong>&nbsp;1906<\/strong><\/td><td>Es wurden neue, st\u00e4rkere Hei\u00dfdampflokomotiven der Reihe Mh (&#8220;M&#8221; f\u00fcr Mariazell, &#8220;h&#8221; f\u00fcr Hei\u00dfdampf) in Dienst gestellt. Die Mh.6 ist<br>heute liebevoll restauriert und ist f\u00fcr Sonderfahrten noch immer auf der Strecke im Einsatz.<\/td><\/tr><tr><td><strong>&nbsp;7. Okt. 1911<\/strong><\/td><td>Aufnahme des elektrischen Betriebs auf der Gesamtstrecke von St. P\u00f6lten bis Gu\u00dfwerk.<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><td>Dazu wurden 16 E- Loks (Baureihe 1099, E) angeschafft. Sie z\u00e4hlen zu den ersten Einphasen-Wechselstromloks. Sie sind die am l\u00e4ngsten<br>im Planbetrieb befindlichen E-Loks der Welt.<br>Die Stromversorgung \u00fcbernahm das zu diesem Zweck erbaute Wasserkraftwerk Wienerbruck (Stierwaschboden), ein Reserve-Dieselkraftwerk<br>in St. P\u00f6lten (inzwischen aufgelassen). Zwei Unterwerke in Ober Grafendorf und Kirchberg speisten die Fahrspannung<br>(Einphasenwechselstrom 6,5 kV, 25 Hz) in die Oberleitung ein.<br><figure><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/bahnimbahnhof.at\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/DSC_1345.jpg\" alt=\"1099 bei Kirchberg\" width=\"500\"><\/figure><\/td><\/tr><tr><td><strong>&nbsp;1923<\/strong><\/td><td>Ein zweites Kraftwerk in Erlaufboden wurde in Betrieb genommen. In den 1960er- Jahren wurden die beiden Unterwerke durch je<br>eines in G\u00f6sing und Rabenstein ersetzt. Da de Kraftwerke mehr Strom lieferten als von der Bahn ben\u00f6tigt, speisten sie schon damals<br>ins Netz der EVN ein.<\/td><\/tr><tr><td><strong>&nbsp;15. Juli 1922<\/strong><\/td><td>\u00dcbernahme des Betriebs durch die \u00d6sterreichischen Bundesbahnen (damals noch BB\u00d6)<\/td><\/tr><tr><td><strong>Ende der 50er<br><\/strong><\/td><td>Umbau der E-Loks auf die heutige Form.<\/td><\/tr><tr><td><strong>29. Sept. 1988<br><\/strong><\/td><td>Einstellung des Gesamtverkehrs auf dem Abschnitt Mariazell &#8211; Gu\u00dfwerk (Streckenl\u00e4nge daher nurmehr 84,5 km) und des G\u00fcterverkehrs im<br>Abschnitt Loich &#8211; Mariazell<\/td><\/tr><tr><td><strong>1995<\/strong><\/td><td>Der elektrische Triebwagen 4090\/7090\/6090 nimmt seinen Betrieb auf.<\/td><\/tr><tr><td><strong>31. Dez. 1988<\/strong><\/td><td>Einstellung des G\u00fcterverkehrs auf der Gesamtstrecke.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Mai 1995<\/strong><\/td><td>F\u00fcr den Personenverkehr auf der Talstrecke werden Dieseltriebwagen der Reihe 5090 eingesetzt (keine Toiletten!).<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><td>Nach der Auflassung der Waldviertelbahn und des Teilst\u00fcckes der &#8220;Krumpe&#8221; ab Ruprechtshofen verkehren auch Dieselloks der Reihe 2095<br>planm\u00e4\u00dfig auf der Mariazellerbahn-&#8220;Stammstrecke&#8221;.<\/td><\/tr><tr><td><strong>7. Okt 2001<\/strong><\/td><td>Neunzigj\u00e4hriges Jubil\u00e4um der Elektrifizierung.<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><td>Antrag auf Eintragung ins &#8220;Guinnessbuch der Rekorde&#8221; f\u00fcr die Baureihe 1099 als \u00e4lteste, noch im Planbetrieb befindliche E-Lok der Welt.<\/td><\/tr><tr><td><strong>12. Dez 2010<\/strong><\/td><td>Die N\u00d6VOG (Nieder\u00f6sterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft) \u00fcbernimmt mehrere Lokalbahnen in Nieder\u00f6sterreich. Darunter<br>auch die Mariazellerbahn<\/td><\/tr><tr><td><strong>3. Dez. 2011<\/strong><\/td><td>Der Spatenstich f\u00fcr das neue Betriebszentrum in Laubenbachm\u00fchle erfolgt.<\/td><\/tr><tr><td><strong>27. Okt. 2013<\/strong><\/td><td>Die neuen Niederflurtriebwagen &#8220;Himmelstreppe&#8221; \u00fcbernehmen den Planverkehr auf der Marizallerbahn. Die 1099er sind weiterhin am<br>Nostalgiezug \u00d6tscherb\u00e4r im Einsatz<br><figure><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/bahnimbahnhof.at\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/DSC_1952.jpg\" alt=\"1099 bei Schwarzenbach\" width=\"500\"><\/figure><\/td><\/tr><tr><td><strong>Juni 2014<\/strong><\/td><td>Das neue Umformerwerk in Klangen wird in Betrieb genommen. Es ersetzt die Wasserkraftwerke Erlauf- und Stierwaschboden,.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Sommer 2015<\/strong><\/td><td>Die Mariazellerbahn ist mit dem Betriebszentrum Laubenbachm\u00fchle ein zentraler Bestandteil der N\u00d6 Landesausstellung &#8220;\u00f6tscher:reich&#8221;<\/td><\/tr><tr><td><strong>3. Mai 2017<\/strong><\/td><td>Spatenstich f\u00fcr das neue Betriebszentrum St. P\u00f6lten Alpenbahnhof. Hier soll k\u00fcnftig der Nostalgiewagenpark gewartet werden und die<br>B\u00fcror\u00e4umlichekeiten der N\u00d6VOG an einem Standort konzentriert werden.<\/td><\/tr><tr><td><strong>3. Juli 2017<\/strong><\/td><td>Auf der Mariazellerbahn werden 110 Jahre Bergstrecke gefeiert.<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><td><figure><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/bahnimbahnhof.at\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/DSC_3718.jpg\" alt=\"Himmelstreppe nach Mariazell\" width=\"500\"><\/figure><\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die elektrisch betriebene Schmalspurbahn St. P\u00f6lten &#8211; Mariazell &#8211; Gu\u00dfwerk f\u00fchrt durch das Pielachtal bis an den Fu\u00df jenes Bergwalles der Nieder\u00f6sterr. 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